KI2VA

KI²VA-Gastprofessur (Lehrgebiet: Positive Psychologie im interdisziplinären Kontext)

Die Gastprofessur (Prof. Dr. Claudia Harzer & Prof. Dr. Marco Weber) ist in der KI²VA Förderlinie „Interdisziplinarität“ angesiedelt und bietet Lehre im Bereich der „Positiven Psychologie im interdisziplinären Kontext“ an (Vorlesung, [Vertiefungs-] Seminare, Übung). Dr. Harzer und Dr. Weber verknüpfen dabei jeweils die Psychologie (FB 3) mit Architektur (FB 15), Lehramt an Gymnasien (LaG) (FB 3) bzw. Sportmanagement (FB 3).

Die Positive Psychologie legt Schwerpunkte u.a. auf

• positives subjektives Erleben

• individuelle Stärken und Ressourcen

• Rahmenbedingungen, die positives subjektives Erleben sowie individuelle Stärken und Ressourcen begünstigen

Zudem ist von Interesse zu erforschen, wie man diese drei Bereiche systematisch fördern kann. Als gängige Forschungsdesigns kommen u.a. Korrelations-, Beobachtungs-, Experimental-, Längsschnitt-, Tagebuch- und Interventionsdesigns zum Einsatz.

In interdisziplinären Teams (d.h. Psychologiestudierende entweder kombiniert mit Architektur-, LaG- oder Sportmanagementstudierenden) erfahren beide Studierendengruppen jeweils praktisch die Unterschiedlichkeit des Vokabulars der jeweils anderen Disziplin, erleben zentrale relevante Themen und Fragen der jeweils anderen Disziplin und lernen die synergetischen Effekte einer interdisziplinären Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Projekt kennen.

Beispiele für die interdisziplinären Projekte, die von den Studierenden thematisch selbstbestimmt entwickelt werden:

• Architekturstudierende und Psychologiestudierende bilden gemischte Teams zur Bearbeitung einer städtebaulichen Problemstellung.

• LaG-Studierende und Psychologiestudierende konzipieren z.B. einen Lehrplan für ein Fach (z.B. Mathematik) für ein Schuljahr, der – neben den fachspezifischen Inhalten – um positiv-psychologische Aspekte (z.B. zur Steigerung des Selbstwirksamkeitserlebens bei Schülerinnen und Schülern) erweitert wird.

• Sportmanagementstudierende und Psychologiestudierende erarbeiten gemeinsam Interventionen, die ganzheitliche Maßnahmen der Gesundheitsförderung darstellen, in denen sowohl Aspekte der physischen (z.B. bewegungsorientierten) als auch der psychischen Gesundheit (z.B. Wohlbefinden, Hoffnung) gefördert werden.

O.g. Geräte für ambulantes Monitoring (Physiologger, Varioport, movisens) von z.B. Beanspruchung können sinnvoll eingesetzt werden, wie es in einem verwandten Projekt sehr erfolgreich getan wurde (siehe https://www.stadtspiele.tu-darmstadt.de/digitale_stadtspiele/digitale_stadtspiele_2.de.jsp). Alle im WS 2018/2019 erarbeiteten „Projekte“ (z.B. städtebaulicher Entwurf, erweiterter Lehrplan, Interventionsmaßnahme) sollen dann im SoSe 2019 z.B. bezüglich deren Wirksamkeit, Akzeptanz bzw. Umsetzbarkeit evaluiert werden.